Neumarkt - Nachrichten 20.02.2012, 18:06 Uhr

Nürnberger Redakteurin wird First Lady

Wenn Joachim Gauck Bundespräsident wird, dann ändert sich auch für Daniela Schadt vieles. Sie ist die Frau an seiner Seite.


        Erst am Donnerstag interviewte Daniela Schadt Bayerns Minister Markus Söder.

Erst am Donnerstag interviewte Daniela Schadt Bayerns Minister Markus Söder.

Nürnberg. Die First Lady ist in der Verfassung nicht vorgesehen. Und doch war die Frau an der Seite des Bundespräsidenten bisher immer eine öffentliche Person. Mit der bevorstehenden Wahl von Joachim Gauck rückt nun eine Frau an diese Stelle, die sich bisher zurückhielt: Die Journalistin Daniela Schadt. Sie ist seit zwölf Jahren Gaucks Lebensgefährtin. Die 52-Jährige arbeitet schon seit einem Vierteljahrhundert bei der „Nürnberger Zeitung“, sie leitet dort das Ressort Innenpolitik. Dass das innenpolitisch wichtigste Thema des Sonntags sie persönlich betreffen würde, überraschte sie genau wie ihren Partner. Die beiden hatten den Sonntag in Wien verbracht. Während er von dort nach Berlin flog, setzte sie sich in den Zug in Richtung Nürnberg – eine Kollegin rief sie während der Fahrt an und erzählte ihr am Telefon, dass im zweiten Anlauf nun doch Gauck Bundespräsident werden soll. Gauck und sie sind seit etwa zwölf Jahre zusammen, Gauck hatte im Jahr 2000 als damaliger Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde in Nürnberg einen Vortrag gehalten. An dessen Rande hatten sie sich kennen- und bald darauf auch liebengelernt. Wie Schadt ihre künftige Rolle ausfüllen will, ist noch nicht klar. Bisher sah sie sich alleine als stille Begleiterin ihres prominenten Partners. Aber gute Tradition ist auch, dass sich die Frau eines Bundespräsidenten in irgendeiner Form karitativ engagiert. Und auch manche ihrer Gewohnheiten wird sie wohl überdenken müssen. Bisher fuhr sie „bei Wind und Wetter“ mit dem Fahrrad zur Arbeit.

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