Weiße Weste: Neumarkts Betriebe arbeiten sauber
Die Lebensmittelkontrolleure deckten im Jahr 2011 bei 2000 Inspektionen nur sechs größere Mängel auf.
Lebensmittel werden auch im Labor überprüft.
Neumarkt. Der Lebensmittelskandal um die Bäckerei Müller-Brot wirft auch in Neumarkt Fragen auf – wie sieht es wohl mit der Hygiene in Neumarkter Betrieben aus? Die Lebensmittelüberwachung des Landratsamts gibt Entwarnung: Im vergangenen Jahr wurden 2000 Kontrollen durchgeführt – in gerade einmal sechs Fällen, prozentual gesehen sind es 0,3 Prozent, lagen Verstöße vor, die als Ordnungswidrigkeiten geahndet wurden, wie Eduard Haas auf Tagblatt-Nachfrage sagte.
Fünf Kontrolleure sind bei der Lebensmittelüberwachung tätig – sie überprüfen am laufenden Band 1700 Betriebe, darunter 50 Bäckereien und Konditoreien. Bei 2000 Inspektionen und 302 Werktagen im Jahr 2011 macht das im Schnitt täglich 6,6 Kontrollen.
Generell nehmen die Kontrolleure alle Unternehmen, die mit Lebensmitteln zu tun haben, unter die Lupe. „Kleinere Hygienemängel“, die aber nicht in den Bereich der Ordnungswidrigkeiten fallen, entdecken die Kontrolleure immer wieder. „Das sind aber eher Lappalien“, sagt Haas – darunter verstehen die Kontrolleure, wenn zum Beispiel an schwer zugänglichen Stellen ein paar Brösel herumliegen oder in einer Ecke eine vereinzelte Spinnwebe hängt.
Als schwerer wiegende Verstöße, die in den Bereich der Ordnungswidrigkeiten fallen, zählt Haas zum Beispiel, wenn die Kontrolleure in der Kühlanlage verschimmelte Lebensmittel finden oder Arbeitsflächen stark verunreinigt sind.


